Das griechische Wort „synodia“ meint die „Gemeinschaft auf dem Weg“ in einer Karawane durch die Wüste, samt dem erlebten Freud und Leid. Dies erläutert Papst Franziskus in Christus vivit – dem Schreiben an die jungen Menschen und das ganze Volk Gottes. (vgl. Nr. 29) Darin wurzelt auch unser heutiges Wort „synodal“, wie wir es in der katholischen Kirche gebrauchen. Gemeint ist heute das Volk Gottes unterwegs unter der Leitung des Heiligen Geistes, gesendet zu den Menschen und zur Bewahrung der Schöpfung.
Hier möchte ich unter „Gemeinsam“ auf eine mögliche Kooperation eingehen, und anschliessend das Besondere einer „synodalen Arbeitsweise“ herausstellen.
Gemeinsam
Alle Angebote können in Präsenz oder online stattfinden.
Für alle Angebote bringe ich ein breites Spektrum an Methoden ein.
Die Kosten orientieren sich an den landesüblichen Honoraren in der Erwachsenenbildung im deutschsprachigen Raum.
Kontakt und Abstimmung
In einem kostenlosen Erstgespräch online oder per Telefon lernen wir uns kurz kennen. Bei den offenen Angeboten klären wir, was sie erreichen möchten. An einem ersten Anlass stelle ich Ihnen die Thematik praxisbezogen vor und beziehe Ihre Wünsche ein. Bei weiterem Interesse können wir in einem weiteren kostenlosen Gespräch eine Begleitung mit mehreren Treffen gemäss Ihren Wünschen vereinbaren.
Ob erster Anlass oder Begleitung: Gemeinsam legen wir Auftrag und Umfang fest. Dann sende ich Ihnen ein unverbindliches Angebot. Wenn Sie sich entschieden haben, starten wir.
An unserem Miteinander schätze ich:
Verbindliche Absprachen
Präzises Abklären von Erwartungen und Wünschen
Offenheit, sich auf einen Entwicklungsprozess zu begeben.
Synodale Arbeitsweise
Wir kennen aus verschiedenen Gremien eine demokratische Arbeitsweise, um Entscheidungen zu treffen. Diese sind sehr wertvoll, denn jede und jeder hat hier die Chance, mitzuwirken. Auf diesen Erfahrungen können wir aufbauen. Die besondereren Aspekte einer synodalen Arbeitsweise mit der Methode des „Gesprächs im Geist“ möchte ich hier herausstellen.
Ein klarer Rahmen
Für das Gespräch im Geist ist es wichtig, dass die beteiligten Personen sich vorher kennen gelernt und schon ein wenig Vertrauen zueinander aufgebaut haben. Die Leitung ist dafür verantwortlich, allen Beteiligten die nötigen Informationen zu geben. Nicht zuletzt werden die vier Phasen vom gemeinsamen Gebet umrahmt, bei positivem Verlauf zum Abschluss mit Freude und Dank.
Eine sehr klare Struktur mit im Kern vier Phasen:
- Die persönliche Meditation eines Bibeltextes passend zum Thema. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in den Exerzitien im Alltag kann ich auch Menschen mit wenig Erfahrung mit der Meditation gut einführen.
- Eine erste Anhörrunde: Alle, die möchten, geben die Ergebnisse seiner Meditation wieder. Die anderen hören einfach zu.
- Eine zweite Anhörrunde oder ein offenes Gespräch: Was bewegt mich innerlich von dem Gehörten? Wo empfinde ich Freude, Dankbarkeit, verwirrt es mich, leide ich mit etc.? Es herrscht eine Atmosphäre der Wertschätzung. Das Gehörte wird nicht beurteilt, nur wahrgenommen. Papst Franziskus sagte, dass gerade in dem Gehörten die Spuren des Heiligen Geistes zu entdecken sind.
- Eine Diskussion, wie wir sie kennen. Es ist gut, auf einen Konsens zu schauen, aber auch die prophetischen Einzelstimmen einzubeziehen.
Stille
Die Stille gibt Raum zum Nachklingen. Ich kann das Gehörte noch einmal vergegenwärtigen und vertieft wahrnehmen, was es in mir auslöst.
Wertschätzung und Sicherheit
In demokratischen Gremien darf jeder sprechen. In der Praxis besteht die Tendenz, dass die Vielredner und die „Grossen“ sich einbringen, und die Schüchternen und die „Kleinen“ sich nicht trauen. In der Anhörrunde bekommen auch die Kleinen und die Schüchternen ihren Raum. Ausserdem haben sie sich mit der Meditation vorbereitet und können ihre Eindrücke aus dem Gebet wiedergeben. Die Struktur gibt viel Sicherheit. In der Atmosphäre der Wertschätzung brauchen sie keine Angst davor zu haben, verurteilt zu werden. Das ermutigt!
Hören auf den Heiligen Geist
Ob demokratisch oder synodal, immer geht es darum, eine Entscheidung für das Gemeinwohl zu treffen. Gestützt durch die genannten Elemente geht es hier darum, auf den Heiligen Geist zu hören. Eine Entscheidung wird getroffen. Löst diese Entscheidung in mir und den weiteren Personen einen bleibenden Frieden aus? Stellt sie einen kleinen Baustein dar, um mich für meine Mitmenschen und für Gott zu öffnen? Wenn ja, dann sind dies wichtige Zeichen, dass wir auf den Heiligen Geist hören.
Entscheidung vorschlagen und in Kraft setzen, Evaluation
Je nach Gremium wird die Entscheidung gerade in Kraft gesetzt. Oder aber einem leitenden Priester als Beratung vorgeschlagen. Dies in einer Atmosphäre eines vertrauensvollen Miteinanders. Später gibt es ein Evaluationsverfahren in transparenten Prozessen mit dem Volk Gottes, um zu schauen, was sich bewährt hat und wo Verbesserungen gewünscht werden. Die Priester haben hier eine Rechenschaftspflicht.
Als Referent und Begleiter möchte ich mit dem „Gespräch im Geist“ ein «Ferment» anbieten, damit Sie Ihre Prozesse zu einer lebendigen synodalen Kirche gestalten können. Aus diesen Gründen trägt das «Gespräch im Geist» eine Schlüsselfunktion bei den offenen Formaten.
Bilquelle: xisdom auf Pixabay